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kann er daruͤber zu Grunde gehn, wie ein Liebender, der an gebrochenem Herzen ſtirbt.
Etwas Aehnliches empfand Georg, indem er ſeine Plaͤne verfolgte.— Es blieb ihm nichts Anderes uͤbrig, als das ihm fehlende Capital aufzutreiben, oder einen Aufſchub bei ſeinen Glaͤubigern zu erwir— ken. Zu dieſem Zwecke entſchloß er ſich, die Wittwe des Kaufmanns zu beſuchen und ſie um Nachſicht zu bitten. Madame Veit wohnte auf dem Markte in dem großen, ſtattlichen Hauſe, das ihr zugehoͤrte. Sie beſaß außer einem anſehnlichen Vermoͤgen und einem bluͤhenden Geſchaͤft zwei heirathsfaͤhige, wohl— erzogene Toͤchter, welche fuͤr die beſten Partieen im ganzen Staͤdtchen galten. Der tuͤchtige und gebildete Faͤrbermeiſter waͤre der praktiſchen Frau als Schwie⸗ gerſohn ſehr willkommen geweſen und wenn Georg bisher die ziemlich deutlichen Winke und Andeutungen nicht verſtanden, ſo war das lediglich ſeine Schuld. An Zuvorkommenheit gegen ihn hatte es die wohl⸗ habende Familie bisher nicht fehlen laſſen. Selbſt das Geld, welches er von dem Verſtorbenen ſo leicht geliehn erhalten, war nur eine Lockſpeiſe fuͤr ihn ge— weſen. Er brauchte nur zuzugreifen und ſein Gluͤck war gemacht. Mutter und Töoͤchter mochten ihn wohl leiden und einen Korb hatte er nicht zu befuͤrchten.
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