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III.
Der naͤchſte Morgen fand den Faͤrbermeiſter ſchon wieder ruͤſtig bei der Arbeit. Eine Natur wie die ſeinige war am allerwenigſten fuͤr eine muͤßige Ge⸗ fuͤhlsſchwelgerei geſchaffen. Er wußte wohl zwiſchen den Anforderungen des Lebens und den Empfindungen ſeines Herzens zu unterſcheiden. Die letzteren mußten ſich ſeinem feſten Willen fuͤgen und ſelbſt die heftigſte Leidenſchaft konnte ihn nicht von der ſtrengen Bahn der Pflicht, die er ſich vorgezeichnet, jemals ablenken. Man iſt nur zu ſehr geneigt derartige Menſchen fuͤr proſaiſch zu erklaͤren, weil ſie der Leidenſchaft in ihrer Bruſt beſtimmte Schranken ſetzen, aber nicht das verzehrende Feuer, ſondern das wohlthaͤtige Licht iſt das Symbol der wahren Liebe. Je groͤßer die Kraft, deſto mehr Selbſtbeherrſchung, und nur der Schwaͤch⸗ ling erliegt den ungezuͤgelten Trieben. Der aͤchte Mann wird durch eine reine Liebe nicht zum Skla⸗ ven, ſondern erſt recht zum Herrn aller niedrigen An⸗ wandlungen. Sie ſtaͤrkt, erhebt und laͤutert ihn.
Die verſchiedenartigen Anforderungen und Ge⸗ ſchaͤfte ließen Georg nicht Zeit, ſelbſt wenn er dazu geneigt geweſen waͤre, ſeinen Traͤumen nachzuhaͤngen. Zunaͤchſt galt es die wichtige Angelegenheit zu ordnen,


