Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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Georg ſtraͤubte ſich Anfangs gegen das gefaͤhrliche Geſchenk, doch Ferdinand legte daſſelbe, waͤhrend er ihm beim Einpacken half, ſorgfaͤltig verhuͤllt in den Koffer. So war der Faͤrbermeiſter in den Beſitz des Gemaͤldes gelangt, das jetzt vor ſeinen Blicken ſtand und ihn noch einmal ſchmerzlich an die juͤngſt durch⸗ lebte Vergangenheit gemahnte.

Mit einem Seufzer trennte er ſich von dem hol— den Anblick und ſchloß das Portrait in ſeinen Schrank, wo es von keinem Neugierigen geſehn werden konnte. Einen Augenblick dachte er daran, an Adolphine zu ſchreiben und ihr mit ſeinem Briefe das Bild im Namen des Malers zu uͤberſenden. Bald verwarf er dieſen Gedanken, er fuͤhlte, daß er ſich nicht ſo leicht von dem Schatze trennen konnte, den ihm der Zufall in die Haͤnde geſpielt.

Es war faſt Mitternacht, ehe Georg trotz ſeiner Ermuͤdung die ihm noͤthige Ruhe fand. Noch im Traume wanderte er an Adolphinens Seite durch die reizenden Gegenden, die er ſo eben verlaſſen.