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Maler die entgegengeſetzte Wirkung hervor und er er⸗ eiferte ſich nur deſto heftiger. Er haͤufte Verwuͤnſchung auf Verwuͤnſchung, Beſchuldigung auf Beſchuldigung gegen die Treuloſe und den verraͤtheriſchen Freund. Fortwaͤhrend geberdete er ſich wie ein Raſender und ſein wilder Schmerz kannte weder Maß noch Ziel. Im⸗ mer mehr redete er ſich kuͤnſtlich in eine graͤnzenloſe Wuth hinein. Er gefiel ſich in dieſer ſinnloſen De⸗ clamation und ſpielte die Rolle des Gekraͤnkten und Verlaſſenen mit einer gewiſſen Uebertreibung, die Georg an der Wahrheit dieſer Empfindung zweifeln ließ. Zufaͤllig erblickte Ferdinand das Bild Adolphi⸗ nens, welches er zur Vollendung nach Hallſtadt mit— genommen hatte. Mit einem lauten Schrei, der von einer graͤßlichen Verwuͤnſchung begleitet wurde, ſtuͤrzte der Raſende auf die Staffelei los, um das unſchul⸗ dige Gemaͤlde mit ſeinen Haͤnden zu vernichten. Laͤn⸗ ger behauptete auch Georg ſeine Ruhe nicht. Ehe noch der Maler ſein Zerſtoͤrungswerk vollenden konnte, riß ihn Georg mit kraͤftiger Hand zuruͤck.
— Wahnſinniger! Was willſt Du thun? don⸗ nerte er dem tobenden Freunde entgegen.
— Laß mich! ſtoͤhnte dieſer. Ich muß das Bild vernichten. O! das ich ſie eben ſo aus meinem Her⸗ zen reißen koͤnnte, wie dies Portrait! Jal das ſind


