Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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die er mit dem Freunde durchlebt, wieder lebendig vor ſeinen Augen.

Nach ſeiner Ruͤckkehr von der verhaͤngnißvollen Beſteigung des Schafberges hatte naͤmlich Georg ein ernſtes, ſchmerzliches Zwiegeſpraͤch mit dem Maler. So ſchonend als moͤglich entſprach er den Wuͤnſchen Adolphinens, dieſen auf die Hoffnungsloſigkeit ſeiner Leidenſchaft aufmerkſam zu machen.

Und Sie gab Dir den Auftrag mit mir dar⸗ uͤber zu ſprechen? brauſte Ferdinand auf. O! die Schlange, jetzt durchſchau' ich ſie; nachdem ſte mich zu Tode verwundet, uͤberlaͤßt ſie Dir, ihr Werk zu vollen⸗ den und mich vollends zu vernichten.

Ferdinand, ſei ein Mann und faſſe Dich, bat Georg. Was kann Adolphine dafuͤr, daß Du ihr eine eben ſo thoͤrichte als hoffnungsloſe Neigung zu⸗ gewendet haſt?

Du vertheidigſt ſie noch? Haſt Du mich nicht ſelbſt vor ihr gewarnt, haſt Du ſie nicht in meiner Gegenwart eine Kokette geheißen? Ol ſie iſt noch ſchlimmer als eine ſolche, ein weiblicher Vampyr, der mein Herzblut ausgeſaugt, eine verlockende Sirene, die ſich an meinen Schmerzen weidet.

Halt ein! gebot Georg. Der Schmerz macht Dich raſend und ungerecht. Adolphine iſt nicht herz⸗