Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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Wir hier halten noch auf Freundſchaft. Blut iſt kein Waſſer und wer ſeine Verwandten nicht ehrt, hat kein rechtſchaffnes Herz. Aber freilich der Apfel faͤllt nicht weit vom Stamm und wie die Alten brummen, die Jungen ſummen. Der gnaͤdige Herr von Buſch erinnert ſich nicht gern an ſeine Vergangenheit. Hier zu Lande kennt man ihn und wir wiſſen, wer er iſt und woher er ſtammt. Ein Hauſirer iſt er geweſen und er mußte Gott danken, daß die arme Mathilde ſich ſeiner erbarmte. Was hab' ich die gute Seele vor ihm gewarnt, aber ſie wollte nicht hoͤren. Ich hab' ihm nie was Gutes zugetraut und wie ich ihr prophezeit, ſo iſt es auch gekommen. Seit ihrer Ver⸗ heirathung hat ſie keine froͤhliche Stunde mehr gehabt. In die Reſidenz iſt ſie mit ihm gezogen, wo er durch ſeine Schwindeleien ein reicher Mann geworden iſt. Kein Menſch weiß, wie er zu dem vielen Gelde ge⸗ kommen, aber mit rechten Dingen iſt es nicht dabei zugegangen. Und gluͤcklich iſt die arme Mathilde durch das große Vermoͤgen nicht geworden. Er hat ſie ſchlecht behandelt und zu Tode gekraͤnkt.

Du ſcheinſt die Geſchichte des Herrn von Buſch genauer zu kennen und magſt in Bezug auf ihn auch Recht haben. Was kann aber die Tochter fuͤr ſeine Fehler? Sie iſt nichts weniger als ſtolz. Ich habe