Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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mit ihrer Arbeit beſchaͤftigt und doch wußten ſie, daß ſie einander fuͤr immer angehoͤrten.

II.

Gegen Abend langte Georg von ſeiner Reiſe an. Mutter und Schweſter freuten ſich ſeiner Wiederkunft. Das ganze Haus bis zu dem kleinen Lehrjungen herab empfing ihn mit ungekuͤnſtelter Herzlichkeit. Dennoch vermochte er eine gewiſſe Traurigkeit nicht zu verbergen, die dem ſcharfen Auge der Frau Becher nicht entging. Auf ihre viele Fragen antwortete er meiſt ausweichend. Oberflaͤchlich erwaͤhnte er ſein Zuſammentreffen mit Adolphinen und ihrem Vater.

Alſo das ſtolze Fraͤulein haſt Du geſehen? ſagte Frau Becher. Mich wundert nur, daß ſie mit Dir geſprochen hat.

Du thuſt ihr Unrecht, liebe Mutter, und theilſt das Vorurtheil ihrer Verwandten, die gegen Fraͤulein von Buſch ohne allen Grund erzuͤrnt ſind.

Eil ſieh doch, ohne allen Grund. Iſt es denn erhoͤrt, daß man ſeine Angehoͤrigen ſeit Jahren nicht mehr aͤſtimirt und uͤber die Achſeln anſieht? Das mag ſo Brauch und Sitte in der vornehmen Welt ſein.