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ſters ſchien ihm jetzt nothwendiger als je. Ja, es waͤre eine entſetzliche Undankbarkeit geweſen, den Meiſter in einem ſolch kritiſchen Augenblicke zu verlaſſen, wo er der Huͤlfe ſo ſehr bedurfte. Das Alles war ihm in dieſem Momente klar geworden. Die Liebe hatte ihm und ſeinen Gedanken eine ganz andere Richtung gegeben und der ehrliche Burſche vermochte nicht laͤn— ger den Lockungen dieſer feinen Sophiſtin zu wider⸗ ſtehen.
Waͤhrend er noch ſo that, als ob er ernſtlich uͤber⸗ legen wollte, hatte er laͤngſt ſeinen Entſchluß gefaßt.
— Nun fragte Ernſtine nach einer kurzen Pauſe. Wozu ſind Sie entſchloſſen?
— Ich bleibe auf alle Faͤlle, verſetzte der Geſelle mit Entſchiedenheit.
— Das iſt brav von Ihnen und wird meinem Bruder recht lieb ſein.
— Und Ihnen?
Sie antwortete nicht, ſondern reichte ihm die Hand ohne alle Ziererei, die er feſt in der Seinigen hielt. Beide ſprachen nicht von Liebe und ſchwuren ſich nicht ewige Treue, wie es bei ſolchen Gelegen⸗ heiten wohl zu geſchehen pflegt. Dazu war der Ge⸗ ſelle zu ſchuͤchtern und Ernſtine zu beſonnen.
Einige Augenblicke ſpaͤter ſaßen ſie wieder ruhig


