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einen Zweifel in ihm aufkoumen zu laſſen. Er kannte ſie von Jugend auf und war mit ihr ſo gut wie zu⸗ ſammen aufgewachſen. Aus ihrem ganzen Weſen ſprach die lautere Wahrheit und Beſonnenheit. Jetzt verkuͤndete ſie ihm ein Gluͤck, das er nie zu denken gewagt. Der Grund, warum er ſeinen Brodherrn ploͤtzlich verlaſſen wollte, war ja kein anderer, als die innigſte Liebe zu der Schweſter deſſelben. Der ehrliche Geſelle hielt mit Recht eine derartige Leiden⸗ ſchaft fuͤr unvertraͤglich mit ſeiner Stellung und Pflicht. Deshalb wollte er entfliehen. Mit einem Male er— offneten ſich ihm die ſchoͤnſten Ausſichten fuͤr die Zu— kunft. Er ſollte der Compagnon ſeines Meiſters werden. Als ſolcher durfte er ſchon weit eher die Augen zu Ernſtinen erheben und ſich einer angeneh⸗ men Hoffnung uͤberlaſſen. Freilich uͤberſah er, daß all die glaͤnzenden Luftſchloͤſſer, die er ſchnell er— baute, noch auf ſchwankendem Grunde ruhten und von dem Gelingen einer Erfindung abhingen, die er ſelbſt fuͤr hoͤchſt zweifelhaft, faſt fuͤr unmoͤglich hielt. Der Ertrinkende greift nach einem Strohhalm, der Liebende ſieht in jeder Seifenblaſe ein Zauberſchloß. Karl hatte ploͤtzlich einen Ausweg gefunden, um dem Zwieſpalt ſeiner Liebe mit der Pflicht zu entgehen. Seine Anweſenheit in dem Geſchaͤfte des Faͤrbermei⸗


