Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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obgleich es mir das Herz abdruͤckt. Die Leute wun⸗ dern ſich und ſpotten. Der alte Faͤrber in der Stadt, der Neidhammel, lacht uns aus und fragt auch jedes Mal, wenn er mich ſieht, wie es mit der Tuͤrkei ſteht? Und bei ſolchen Niedertraͤchtigkeiten darf man nicht muckſen und ſoll noch gute Miene zum boͤſen Spiele machen. Ich moͤchte am Liebſten dem Schurken das Fell braun und blau faͤrben, wenn es nur anginge.

Das iſt alſo der Grund Ihres Verdruſſes und darum wollen Sie uns jetzt verlaſſen?

Das nicht, ſtammelte der Geſelle verlegen, aber gehen muß ich doch. Es wird das Beſte fuͤr mich ſein.

Der Geſelle ſtieß von Neuem einen tiefen Seuf⸗ zer aus. Auch Ernſtine war nachdenklich geworden und uͤberlegte. Wider ihre ſonſtige Gewohnheit ruh⸗ ten ihre Haͤnde muͤßig im Schoos, der mit Blumen bedeckt war. Plöotzlich aber ſchien ſie zu einem Ent⸗ ſchluß gelangt zu ſein.

Wir koͤnnen nichts dagegen haben, ſagte ſie ſehr ernſt, wenn Sie gehen wollen, und mein Bruder wird, ſo ſehr er Sie auch braucht, Ihnen gewiß nicht hinderlich ſein. Aber Eins muͤſſen Sie mir verſpre⸗ chen, Karl!

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