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ſeit Jahren behauptete. Dagegen konnte der Sohn in ſeiner Faͤrberei ſchalten und walten, wie er wollte. Dieſe lag abgetrennt von dem alten Hauſe in dem weitlaͤufigen Hofe und war in neuerem Geſchmack gebaut. Dort wohnte auch Georg in dem oberen Stockwerk, waͤhrend in den unteren Raͤumen ſich die großen Keſſel, Apparate und die Mangel befanden. An den Hof ſchloß ſich ein weitlaͤufiger Garten mit alten Baͤumen, vielen Kuͤchengewaͤchſen und einigen Blumenbeeten an. Derſelbe graͤnzte an den hellen Bach, deſſen Waſſer dem Faͤrber bei ſeinen Arbeiten weſentliche Dienſte leiſtete.
Aus dem Garten trat jetzt ein hellblondes Maͤd— chen von neunzehn bis zwanzig Jahren. Nicht ihr Geſicht, ſondern weit mehr ihr Gang und ihre ent— ſchiedene Haltung erinnerten an den abweſenden Faͤrbermeiſter, deſſen Schweſter ſie auch war. Ern⸗ ſtine trug einen Korb mit Blumen gefuͤllt. Wollte man jedoch einen Schluß aus dieſer poetiſchen Beigabe auf ihre Gemuͤthsart ziehn, ſo wuͤrde man ſicher einen großen Irrthum begehn. Sie war nichts we⸗ niger als eine empfindſame Schwaͤrmerin. Auch die Blumen ſollten einem praktiſchen Zwecke dienen. Sie wollte mit ihnen das Zimmer des Bruders verzieren, der in dieſen Tagen von ſeiner Reiſe zuruͤckerwartet


