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Am aͤußerſten Ende des langgedehnten Staͤdt⸗ 9
chens Waldau ſtand das Haus des Faͤrbermeiſter Becher, ein altes Gebaͤude mit ſpitzem Giebeldach, durch Generationen bereits vom Vater auf den Sohn vererbt. Ein Vorbau, in der dortigen Gegend die „Laube“ genannt, fuͤhrte in die eigentliche Wohnung. Die Zimmer waren niedrig, aber traulich und an⸗ heimelnd, die Decken von braunen Balken getragen, mit rohem, doch nicht ungefaͤlligen Schnitzwerk ver⸗ ſehn. Georg hatte ſchon laͤngſt der Mutter den Vor⸗ ſchlag gemacht bei einem nothwendigen Umbau dieſe ſtörenden Balken zu entfernen und mit einer Rohr⸗ decke zu vertauſchen, Frau Becher ſtraͤubte ſich jedoch dagegen, wie uͤberhaupt gegen jede Neuerung. Auch die alten Moͤbel aus dunklem Nußbaumholz, zwar ſo— lide, aber etwas plump und ſchwerfaͤllig, mochte ſie eben ſo wenig miſſen. Sie litt nicht einmal, daß
ein Stuhl von dem Platz entfernt wurde, den er ſcho II. 1 3
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