236
Anlaſſe Ihr den blutigen Kopf kriegtet und wie ſich
Euer Vater befindet? Iſt ſeine Wunde gefährlich?“
„So viel ich höre, nicht, Herr,“ erwiederte Edwards, indem er ſich auf dem Kopf krazte.„Ich bin kein guter Redner— keiner von Euren Parlamentsherrn— aber wenn ſchlichte Worte einem ſchlichten Mann helfen können, ſo kann ich dienen.“
Er gab ſodann, was füglich eine einfache unge⸗ ſchmückte Erzählung genannt werden konnte, aber ge⸗ würzt mit ſo viel natürlichem, geſundem Verſtande und Salzwaſſer⸗Logik, daß ſelbſt Karl ſeiner Erzählungs⸗ Manier Beifall zollte.
„Nun, gut, Euer Vater wird ſich von ſeiner Wunde erholen, es iſt nur ein Flohſtich,“ ſagte Karl zuletzt. „Unterdeſſen wollen wir die Krankenwärterin zahlen und ihm ſogleich einhundert Pfund von unſerer Privat⸗ Kaſſe verordnen— wir denken, es iſt ſo viel darinnen,- Danby?— Ah, ſo! Mylord Shaftesbury?— Wo nicht, ſo müßt Ihr um etwas bei unſern Freunden, den Ge⸗ meinen, betteln. Nun, was iſt Eure Meinung über dieſe ſeltſame Geſchichte Mylords?— Iſt der Gefangene ſchuldig oder nicht ſchuldig?“
„Schuldig, mein Lehnsherr, und deßhalb flehe ich Euer Majeſtät Gnade für ihn an,“ ſagte Buckingham. „Nur die Unſchuld fleht um Gerechtigkeit und ohne ein begangenes Unrecht iſt das höchſte Eurer Vorrechte ein bloßer Schall!“
„ Wohlan denn— da das Vergehen hauptſächlich uns ſelber angeht,“ ſagte Karl zaudernd, indem er ver⸗ ſtohlen auf Oſſory blickte—„da der Mann die Ehre hat, ein guter Proteſtant zu ſein— der heilige Oates nannte ihn nebſt uns und dem Erzbiſchof von Canter⸗ bury als die erſten auf der Mordliſte der papiſtiſchen Verſchwörer—(ſeht zu, Lieutenant, Ihr werdet unter den nächſten Schub von Verräthern kommen, da Ihr Eure Gefangenen dieſem geſegneten Erlöſer verweigert!) da ferner— kurz— wenn das Niemanden den Appetit
1


