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eines Freundes Leben verrathen, noch abläugnen, was ich that, um meines zu retten!“
„Der Tauſend! und welches Vergehens habe ich mich in den Augen meines trefflichen Richters, Geſchwo⸗ renen und Henkers in Einer Perſon, ſchuldig gemacht?“ rief der Herzog von Ormonde.
„Gleich Ariſtides, war Euere Gerechtigkeit Euer Verbrechen,“ verſetzte Karl lächelnd.„Ein in unſern Tagen ungewöhnliches Vergehen, das eben deßwegen eine ungewöhnliche Strafe fordert.“
„Eure Durchlaucht ſchädigte mich— ſchädigte mich an Gut und Blut,“ erwiederte Blood.„Ihr raubtet mir mein Eigenthum und ließet meinen Bruder auf⸗ hängen. Sein Blut wurde ungerecht vergoſſen, deß⸗ wegen rächte ich es.“
„Du lügſt, Schurke!“ ſchrie Oſſory.„Die Geſetze, und nicht mein Vater, brachten Euern Hochverrath an den Tag, und hängten Eure halbe Familie, und ſoll⸗ ten daſſelbe mit Euch thun!“ 4 1
„Ich habe ſchon nach viel edlerem Wild geiagt, als nach einem Butler*), denn ſo hoch Ihr Euch auch dünkt, Earl von Oſſory!“ entgegnete Blood trotzig; vich geſtehe ein, daß ich in einen Anſchlag verwickelt war, Eure Majeſtät zu tödten. Ein Mann kann nur einmal ſterben— aber ich hätte dann eine noblere Veranlaſſung, als die, einen Butler zu hart gezwickt zu haben!“
„Wie, Blood!“ rief Shaftesbury mit einiger Un⸗ ruhe—„iſt es möglich, daß ein ſo guter Proteſtant in die neueſte, verdammliche Verſchwörung verwickelt ſein konnte?“
„Es gibt eben ſo gut proteſtantiſche als katholiſche Werſchwinüngen Mylord Shaftesbury,“ erwiederte der
erſt.
„
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*) Butler iſt ein Familien⸗Namen, heißt aber auch zugleich Mundſchenk. A. d. d.
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