Teil eines Werkes 
4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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derte Blood, indem er ſeine Ketten mit einem verächt⸗ lichen Lächeln aufhob.

„Mein Lehensherr!“ rief Oſſory, indem er ſich leidenſchaftlich zum König wandte—„Ihr verſpracht mir den Hoſenband⸗Orden für. meine kürzlich geleiſteten geringen Dienſte; aber, knieend beſchwör' ich Euch, mir keine andere Belohnung zu gewähren, als dieſes Unge⸗ heuer und mich, Schwert gegen Schwert, in ein Zim⸗ mer einzuſchließen, und wenn ich meinem Vater nicht Gerechtigkeit anthue, laßt Jedermann darauf ſchwören, daß er es that!“

„Ich zweifle nicht an Eurem Muthe, Oſſory,“ ſagte der Koͤnig ruhig;,„er hat ſich erprobt, wie Ihr uns zu rechter Zeit erinnert; aber wenn wir Euer tapferes Leben aufs Spiel ſetzen, ſoll es in einer edleren Sache geſchehen.“

Der Earl von Oſſory verbeugte ſich ehrerbietig und ſchien ſich zu beruhigen wie ein hitziger Streit⸗ hengſt, wenn man ihm ſanft auf den Hals klopft.

„Wohl, Oberſt Blood, Ihr geſteht alſo Euern An⸗ theil an der Entführung Mylords von Ormonde ein?“ fuhr Karl fort.„ Wenn es eine ſchöne junge Dame geweſen wäre, ſo könnte ſich ein irländiſcher Rechts⸗ grund dafür finden laſſen; aber ein alter Edelmann, mit Ehre bedeckt und mit grauen Haaren!—“ 8

„Ich bin deſſen vollkommen geſtändig, gnädigſter Herr, und bereue nur, daß es fehlſchlug,“ ſagte Blood mit Feſtigkeit.

„Wer waren Eure Genoſſen, Mörder? Eure Ein⸗ geber und Aufhetzer?“ fragte Oſſory haſtig.„Nennt ſie, und, beim Himmel, ich will Euch Eure armſelige Theilnahme verzeihen, denn ich gebe nicht des Böſe⸗ wichts Werkzeug die Schuld, ſondern der Hand!“

Der Herzog von Buckingham erröthete kaum be⸗ merkbar und blickte unruhig auf Blood, der ihm mit einem nachdrücklichen Blicke wieder Muth gab. „Mylord,“ ſagte er ruhig,„ich werde niemals