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ritterliche Earl von Oſſory und ſein Vater, der Her zog von Ormonde.
Mervyn blickte auf dieſe ſchimmernden Männer mit einem ſonderbaren Gefühle von Verachtung und berſtendem Gram, denn es ſchien, als ob dieſer Glanz und Stolz blos entfaltet würden, um ſeines verzweif⸗ lungsvollen Elendes zu ſpotten. Aber plötzlich ſiel ſein Auge auf eine Gruppe, die wie mit einem elektriſchen Schlage alle jene Gefühle wieder zu entzünden ſchien, die von der Verzweiflung in ſeinem Herzen gelähmt und getödtet waren. Die Ehrendamen der Königin ſtanden um ſie gruppirt, ſchüchtern und friſch wie eben geöffnete Roſen und unter ihnen Aurora Sydney. Sie war blaß, aber außerordentlich ſchön, und ihr Auge, voller Verwunderung und Kummer, ſchien auf Mer⸗ vyn zu ruhen; und jetzt erſt erinnerte er ſich, daß er in den zerriſſenen Fetzen einer weiblichen Kleidung da⸗ ſtand, bedeckt mit Blut, Schlamm und Koth jeder Art und da ſtieg das heiße Blut in ſeine bleichen Wan⸗ gen. Es war aber nur ein augenblickliches Gefühl, dann wurde er wieder ruhig und blaß wie zuvor; die Augen hafteten düſter auf dem Boden.
Der Eintritt der Gefangenen hatte allgemeine Aufmerkſamkeit erregt. Alle Blicke waren mit reger Neugierde auf ſie gerichtet, ſelbſt die des Königs. Blood ſchien nicht im Geringſten eingeſchüchtert; er blickte keck umher, wobei ſein Auge dem des Herzogs von Ormonde begegnete, und einen Augenblick beinahe höhniſch auf demſelben weilte. Dieſer blickte kopfnickend mit einem leichten Lächeln auf den Herzog von Bucking⸗ lame, welcher gleichfalls, aber beinahe unmerklich, ächelte.
„Wie, Gott ſei uns gnädig! er ſteht ſo ſteif da, wie ein ſteinerner Heiliger!“ rief der König nach kur⸗ zem Stillſchweigen.„Man ſollte denken, er ſei ein tapferer, verdienter Mann, und hieher gekommen, um den Lohn für gute Thaten zu empfangen— und wahr⸗


