Teil eines Werkes 
4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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gedacht und probirt, ehe Ihr davon träumtet, mich zu Eurem Erben zu erwählen.“

„Ich gebe es zu, Mervyn; ein ſolcher Plan lag dunkel und confus in meinen Gedanken,“ ſagte Blood. „Aber glaubſt Du, ich hätte mein Leben auf ein ſo verzweifeltes Spiel geſetzt, außer um Deinetwillen? Das ärmſte Juwel dieſer Krone würde Euch über die Bedürfniſſe eines Bettlers erhoben haben; und mir war Reichthum, Anſehen, Verzeihung— und ich weiß nicht was Alles zur Belohnung zugeſichert— denn ich will nicht behaupten, daß die Kleinodien meine Beute hätten bleiben ſollen.“

„Und weſſen Beute ſonſt, mein tugendhafter Herr Vater?“ ſagte Mervyn.

„Daran liegt vor der Hand nichts— ich habe einen beſſern Rückhalt, als ich nennen darf,“ erwie⸗ derte Blood mit Bedeutung.„Wenn der Hehler ſo gut iſt als der Stehler, nun dann iſt auch der die Krone trägt um nichts beſſer, als der ſie ſtahl.“

„Meiner Treu, dieſe Lüge überſtrahlt Alle, die Ihr bis jetzt erzählt habt,“ ſagte Mervyn mit der Ruhe der Verzweiflung.

„Es wird ſich zeigen, ob ſie nicht mehr Wahrheit enthält, als die man auf den Kanzeln predigt,“ ent⸗ gegnete Blood heftig.„Schlagt mich todt, wenn ich falſch rede! Und nennt Ihr das Ränkerei, wenn ein Mann ſein Eigenthum aus den Händen ungerechter Vormünder nimmt— karger, neidiſcher, einſchränken⸗ der Mutr pfe⸗ wie das Haus der Gemeinen in Eng⸗ and?“

„Ich wundere mich nur, daß ich keinen Pferdefuß habe, da ich des Teufels Sohn bin,“ ſagte Mervyn wild.„Doch gut, man ſtirbt nur einmal, das iſt ein Troſt. Gute Nacht, Oberſt Blood— gute Nacht bis zum Wiederſehen am Galgen.“

„Err ließ hierauf ſein Haupt an die Mauer zurück⸗ ſinken und ſtellte ſich entweder ſchlafend oder ward vor