Drittes Kapitel. Der Staatsſtreich.
An dem auf die vorerwähnten Ereigniſſe folgenden Tage widerhallte ganz London von allen einzelnen Umſtänden in Oates Anklage, natürlich je nach des Erzählers Stimmung vergrößert oder verändert. Oates erſchien vor dem Rathe mit einer ähnlichen Erzählung, wie er ſie vor Sir Edmundbury Godfrey gegeben hatte, nur mit vielen neuen Hinzufügungen von Per⸗ ſonen und Umſtänden. Er gab an, daß die Jeſuiten ſchon längſt einen Verdacht auf ihn geworfen hätten, und ihn nach Entdeckung ſeines Vorhabens würden ermordet haben, hätte er ſich nicht ihren Klauen zu entziehen gewußt. Er beſchuldigte ſie ferner, daß ſie die Rebellion in Schottland verurſacht und genährt hätten, um die Regierung in Verwirrung zu bringen und ihre Aufmerkſamkeit dorthin zu ziehen; nachträg⸗ lich ſeiner früheren Anklage Colemans, beſchuldigte er dieſen Mann der Mitwiſfenſchaft und thätigen Theil⸗ nahme an der ganzen Verſchwörung.
Die dadurch erregte Gährung überſtieg alle Be⸗ griffe eines Jeden, der blos die ruhige Oberfläche der Nation beobachtet hatte, ohne die Bewegung der Lei⸗ denſchaften und Meinungen zu ergründen, die in der Tiefe ſtürmten und nun auf einmal mit aller Heftigkeit hervorbrachen.
Viele von den Jeſuiten wurden mit ihren Papie⸗ ren verhaftet und auch gegen Coleman ein Verhaft⸗ befehl erlaſſen. Der Earl von Darby hoffte durch ſeinen außerordentlichen Eifer bei dieſem Ausbruch des Fanatismus es dem Shaftesbury und der populären Partei zuvorzuthun. Coleman hatte übrigens einen ganzen Tag vor ſich, um ſich zu flüchten, wahrſcheinlich


