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eher durch Verwirrung des Widerſtandes unfähig zu ſein, als einer anerkannten Autorität zu folgen.
„Dort iſt mein Haus, oder Edelſitz könnte ich ſa⸗ gen, denn das iſt es in ſeinen guten Tagen geweſen,“ ſagte der Oberſt, indem er über die hüpfenden Wellen nach einem alterthümlich und verfallen ausſehenden Gebäude hindeutete, das mit einem hohen Balkone über den Strom hereinzuhängen ſchien und mit einer Menge hoher Schornſteine gekrönt war. Es war ein abgeſondert ſtehendes Gebäude, auf der Landſeite von einer hohen Gartenmauer umgeben, die es von dem wildeſten und abſchreckendſten Theile der Friary trennte. Mervyn kam es vor, als ob er noch nie eine ſo trau⸗ rige untröſtliche Wohnſtätte geſehen hätte. Das Holz⸗ werk und die Säulen der Balluſtrade ſchienen alle verfault und dem Einfallen nahe zu ſein, die Gitter⸗ fenſter waren zerbrochen und mit Lumpen ausgeſto pft, als ob ſie den kalten Zugwind vom Strome her ab⸗ wehren ſollten; der ganze Edelſitz ſchien eigentlich nur ſtehen zu bleiben, bis ein ſtarker Wind kommen würde, um ihn niederzuwehn. Das urſprüngliche Geſtelle des Hauſes war ganz von Holz geweſen, aber es ſchien, vor langer Zeit einmal mit Baaſſteinen ausgebeſſert und geflickt worden zu ſein, welche in zerfallenen Hau⸗ fen an den Wänden und Hauptbalken umher lagen.
Mervyn ſchauderte beim Anblicke ſeiner künftigen Wohnung.
„Und gehörte dieſes glorreiche Gebäude zu Eurem Erbe, Oberſt?“ ſagte Oates lachend.„Wenn dieß der Fall iſt, ſo wundere ich mich nicht, daß Seine Gnaden der Earl Armonde Euch in ruhigem Beſitz davon ge⸗ laſſen hat.“
„Nein,“ ſagte Blood, ebenfalls lachend,„ich heiße es nur das meinige, um es gegen den Vorwurf zu ſchützen, daß es Niemanden gehöre; aber, dem Himmel ſei Dank, ich bezahle weder Abgabe noch Miethe da⸗ für. In der That weiß ich den Namen ſeines Eigen⸗


