Lachen hinzu—„ich fürchte mich, denn man ſagt, das bösartige Fleckenfieber geht noch immer in dem unge⸗ ſunden Stadtbezirke herum, aus dem Ihr kommt; ich fürchte es gerade nicht— o nein!“ Und ſie lachte laut und wild, bis ſie erſchöpft in ihren Seſſel zurückſank und in einer Fluth von Thränen Erleichterung fand. „Geh jetzt, Mervyn; Mylady Howard hat zu Zei⸗ * ten ſolche Anfälle,“ ſagte der unerbittliche Oberſt;„be⸗ ſonders wenn ſie einen Jungen von Eurer Geſtalt ſieht; denn vor mehreren Jahren verlor ſie einen Sohn, der, wenn er am Leben geblieben wäre, jetzt gerade in Eurer Geſtalt ſein würde.“ Mervyn verbeugte ſich tief gegen die Dame und nahm ſeine entfernte Stellung hinter der Schirmwand wieder ein.
„Nun, Madam, ſeid Ihr überzeugt?“ ſagte Blood als der Knabe ſich entfernt hatte,„oder muß ich die geſchriebenen Beweiſe ins Spiel bringen, die ihn ſicher⸗ lich in den Beſitz von Allem ſetzen werden, was von Rechts wegen ſein eigen ſein ſollte?“
„Alſo dieß iſt die Arznei, die mir den ruhigen Schlaf wieder bringen ſoll, welchen Euer, nur zu be⸗ reitwilliges Verbrechen mir für immer geraubt hat?“ ſagte Lady Howard leidenſchaftlich.
„Wer mit dem Schickſal Würfel ſpielt, Lady, muß auf den Paſch gefaßt ſein,“ verſetzte er bedeutungsvoll. „Aber nehmt es nicht ſo ganz betrübt; Alles kann gut gehen, wenn Ihr es wollt.“
„Sprecht— was wollt Ihr? ich bin der Sklave Eures Zaubermittels,“ ſagte die Gräfin in einem Tone tiefer Verzweiflung.
„Lady Howard,“ erwiederte der Oberſt, anſchei⸗ nend ſelbſt ergriffen von Ihrer Bewegung,„ſchönes Weib! für die ich Seele und Leib auf's Spiel geſetzt habe,“ hingeriſſen,„ich darf Euch nicht erinnern, von welcher Zauberkunſt! Nichts als meine äußerſte Noth
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