Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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oder ein Teufel, daß Ihr ohne Entſetzen auf dieſes Geſicht blicken könnt? ſetzte ſie mit einem erſtickten Flüſtern hinzu..

Ein hübſcher Junge, in der That, ganz wie Ihr ſagt, Mylady, erwiederte der Oberſt, mit unverän⸗ derter Stimme.Es gibt wirklich mehrere Leute, welche ſagen, daß er Eurer eigenen Familie von Au⸗ merle etwas ähnlich ſieht.

Wie heißt Ihr, Jüngling, und von wem ſtammt Ihr ab? ſagte die Gräfin nach einer Pauſe.

Mein Name iſt Mervyn, Madame, erwiederte der Jüngling in einer Stimme, die der Gräfin durch Mark und Bein drang.

Mervyn! gut, aber Euer Vorname; gewiß habt Ihr zwei Namen? ſagte ſie haſtig.

Ich hörte mich nie anders als Mervyn nennen, aber dennoch ſagt Oberſt Blood, mein Name ſei Ichabod. 4

Was! habt Ihr keinen Vater, Kind? ſagte die Gräfin, indem ſie ſich vorwärts lehnte und tief in ſein Geſicht blickte, als ob fes in ſeiner Seele leſen könnte.

Ich habe nie einen Vater oder Mutter gekannt, murmelte er mit demſelben traurig zögernden Tone.

Oder Mutter! wiederholte Lady Howard mit einem Blicke auf Blood.Oder Mutter! Ihr hört ihn, Blood, und mein Herz bricht nicht! fuhr die Gräfin mit tiefer Stimme fort;o, heißt ihn gehen, ehe es von Angſt überſchwillt und meine Bruſt zerſprengt.

Mervyn, ſagte der Oberſt freundlich,Ihr ge⸗ fallt der edlen Dame, und ſie wird ohne Zweifel in Kurzem etwas für Euch thun. Nun küßt Myladys Hand und geht.

Nein, nein, ich kann nicht, ich darf nicht! rief die Gräfin und fuhr von ihrem Sitze auf, als ob eine Schlange ſich näherte.Bei Eurem Leben, rührt mich nicht an, Knabe! Ich meine, ſetzte ſie mit hyſteriſchem