Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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haben, der ſein Leben und ſein Brod der Barmherzig⸗ keit verdanken muß. Ein anmuthig erfundener Roman, Herr Oberſt, ſagte die Gräfin mit einem Lachen ohne alle Fröhlich⸗ keit.Aber hofft nicht, mich zum Gimpel eines trau⸗ rigen Betrugs zu machen. Ich kann gegen Euer neues Zeugniß dasjenige aufſtellen, welches ihr beim Verhöre Claude Duvals ablegtet daß Ihr ihn umkommen ſahet für welches Zeugniß ihr zweitauſend Pfund Sterling von meiner Hand erhieltet.

Ein liebenswürdiges Document ſcheint mirs für eine Mutter, vor Gericht vorzubringen. Aber ich habe Schriften, welche alle Eure Einſprache umſtoßen wür⸗ den, ohne mich ſelber zu verwickeln. Kurz, Claude Duval rettete das Kind und brachte es wohlbehalten nach St. Omer, obgleich er, um die Fährte unſerer Bluthunde abzuſchneiden, bei ſeinem Verhöre angab, daß es in der Nacht des großen Brandes umgekommen ſei. Und mit einem Worte, ich habe den Jüngling in meine Gewalt gelockt, um von ihm einen Gebrauch zu machen, wie ich will, oder vielmehr, Madame, wie Ihr beſtimmen werdet.

Ich durchblicke Alles; es iſt eine niederträchtige Erfindung und Verfälſchung, um Geld zu erpreſſen, ſagte die Gräfin mit Heftigkeit.Aber hofft nicht, Blood, hofft nicht länger, die Saiten der Furcht in einem weiblichen Herzen anzuſpielen; Ihr habt ſie ab⸗ genutzt. Helfe mir Gott! Ich bekümm're mich kaum darum, ob Ihr das Schlimmſte ausführt, das Ihr drohen könnt und das ich bereits in der Furcht ſo tau⸗ ſendfach leide.

Zwingt mich nicht zu dieſem Schritte, Lady Ho⸗ ward, oder es wird ſchlimm gehen für beide, ſagte der Oberſt.Ihr vergeßt, daß ich ein Mann von ſchnellen Entſchlüſſen bin, und obgleich ich Euch die Juwelen und koſtbaren Documente verkaufte, die ſich