Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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Meine Barke wartet an den Treppen unten, erwiederte Nell;ſo laßt uns ſo ſchnell als möglich nach Whitehall gehen! Es iſt eine Wette zwiſchen mir und Mylady.Kaſtlemaine und ich habe ſie gewonnen.

Kommt mit uns, Mylord, ſagte Charles lächelnd. Lebe wohl, Duval; beraube Niemand als Schelmen und Du wirſt die ganze Welt zu Banquiers haben. Blood, gib auf Deinen Neffen Acht; ſieh, wie ſchwer der Schlaf in ſeinen ſchönen Augen hängt, und bringe ihn an den Hof, ſobald Du ſelber ſo weit aus der Noth biſt, daß Du dort erſcheinen kannſt.

Mit dieſen Worten brach das unordentliche Gelage auf. Der König, ſeine Hofleute und Nell Gwyn gin⸗ gen durch die Friary hinunter, um ſich nach Whitehall einzuſchiffen; und der Wirth, welchen man aufgeweckt hatte, ließ ſich mit Schwierigkeit bedeuten, daß er ein Bett für das junge Zicklein, wie er ſich ausdrückte, be⸗ reiten müſſe. Ein Rollbett in einer Dachkammer ohne andere Hausgeräthe, als Ratten, zwei oder drei alten Sätteln und einigen Bündeln Heu wurde ſodann für Mervyn zurecht gemacht; aber ſo erbärmlich auch die Zurüſtungen waren, ſo machte ſeine Erſchöpfung durch Herumlaufen und Trinken, daß er im Augenblicke, da er ſich darauf hinſtreckte, in Schlaf fiel.

Blood und Duval ſetzten ihr Feſt noch ſpäter in die Nacht fort; Mrs. Temperanz ſchnarchte auf der Treppe und der alte Simon fiel wörtlich in den Schlaf, mit einer brennenden Kerze in der Hand auf der Schwelle zu Mervyns Kämmerlein. Glücklicher Weiſe löſchte ſie im Fallen aus, und die Nacht ging in Betracht der Umſtände wundervoll ruhig vorüber.