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„Das iſt ein Geheimniß überall, außer an unſerm Regimentstiſch,“ verſetzte der junge Offizier.„Aber ich will Euren Punſch nicht umſonſt trinken, ſondern ich will Euch lehren, Euren Geſang zu reformiren. Iſt das traurige Lied von Shirley ein Geſang für Alſatia? Da man von dem launigen Sedley ein ſo 5 gutes, neues Gedicht hat? Horcht auf und fallt in den Chorus ein: es lautet gar nichtsnutzig und angenehm.“
Er ſang hierauf mit einer überaus ſüßen, aber weiblichen Stimme das folgende Lied:
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Die luſtigen Weißmönche(White Friars).
Wir ſind all' luſt'ge Mönche— Bruder Schelm ſei mir werth, Sei der Nam' aus der Mode— hat das Ding ſich vermehrt, Denn, ohne Perrück, Beffchen, Degen und Stern, Kennt kein Teufel den Galgende vom großen 3 errn; Und ſingt man was wahr i8, ohne Namen, da glei Mwpylady der Sulanne, die des Nachts herumſtreicht. Drum luſt'ge Weißmönche, thu“ den Trinkſpruch ich
geben: Es leben die Schelmen— Wein und Weiber dar⸗ neben!
Wir find all' luft'ge Mönche— Werd nicht roth Bruder Schuft! 1
Unſer Orden iſt ſo alt und ſo groß wie die Gruft,
Schilt der Pfaff Euch gottlos— lacht ihm in's Geſicht;
Ohne heil'ge Grimaſſen, was wäre der Wicht!
Der Soldat ſprach von Memmen, der Richter vom
Dieb; Ohne Rothrock und Amtsſtab wären ſie uns ſo lieb.


