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der alte Mann wirklich für einen anſtändigen, ſittlichen Mann?“ verſetzte Wilmot.
„Ja, und wir beſprechen gottesfürchtige Materien, im vollkommenen Style der Frommen, ſo daß es ein Balſam aus Gilead iſt, uns in unſerer geiſtlichen Ge⸗ meinſchaft zuzuhören,“ erwiederte Blood in einem hypokritiſch weinerlichen Tone.„Aber, was iſt das, meine Herrn, unſere Punſchbowle ſchon wieder trocken, und ich habe meine Lippen nicht daran genetzt!“
„Gehe, Simon und miſche für uns etwas mehr von dem Angenehmen der Citronen mit der Stärke des Branntweins und gieße weniger Waſſer dazu, daß aber dennoch das Gefäß gefüllt werde,“ ſagte Rowley mit großer Feierlichkeit.
„Ja, ja, mehr Punſch, ich verbürge mich, luſtige Geſellen, meiner Treu,“ ſtotterte der Wirth mit ſchwa⸗ cher Stimme und einem einfältigen, betrunkenen Lächeln. „So, ſo— ich verſichere Euch, ich weiß den Weg. Eines von meinen Augen iſt noch nüchtern.“
Aber der ehrliche Simon hatte ſich kaum von ſei⸗
nem Stuhle erhoben, als er, mit ſammt der Punſch⸗
bowle und Zubehör, vorwärts ſiel. Rowley hob ihn auf, aber alle Verſuche, ihn nüchtern zu machen, waren vergeblich, und ſie mußten ihn in ſeinem Stuhle ſchnar⸗ chen laſſen. Sie läuteten ſodann eine Glocke, die auf
dem Tiſche ſtand, und Miſtreß Temperanz trat herein;
auch ſie war etwas aufgeregt. Sie nahm jedoch das Begehren nach noch mehr Punſch nicht ſehr geneigt auf. „Ihr habt genug getrunken, ihr ſaubern Herrn,“ ſagte ſie entſchieden,„und ich weiß nicht, wie ich zu meiner Bezahlung kommen ſoll. Da iſt mir der Oberſt hier eine Rechnung für drei Monate ſchuldig, und ich habe, ſo wahr ich eine chriſtliche Frau bin, noch keinen Engel⸗ thaler davon geſehen.“.
„Ei, ei, Frau, wie närriſch Ihr thut?“ ſagte Blood; „wollt Ihr mich vor meinen Gäſten zu Schanden ma⸗ chen? Das wird Alles in guter Zeit bezahlt werden;


