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Doch ſteht für uns kein Leben feil, Warum vergeblich fleh'n?
Und trifft als Tod des Schickſals Pfeil, Wie kann ihn Gold umgehn?
Drum Freunde ſink' in Götterwonne Und Purpurwein die Lebensſonne!“
„Ich habe auf Dich Acht gegeben, Jack, in der neueſten Zeit,“ ſagte Rowley, da Wilmot ſeine Reci⸗ tationen beendigt hatte. Und glaube mir auf mein Wort, Du wirſt nicht in des fröhlichen Alten Glauben ſterben. Du wirſt Dich bekehren und ein Kopfhänger und Greiner werden.“
„Gewißlich und wahrlich, denn ſeine Seele bebet,“ fiel Villiers ein mit einem frömmelnden, ſingenden Tone.„Denkt Ihr nicht daran, wie er letzten Sommer, da er das Fieber hatte, winſelte und den hartredigen, ſchottiſchen Prädicanten Burnet an ſein Bette kommen ließ, um mit ihm zu beten.“
„Ei nun, Ihr wißt, was der Teufel that, da er krank war, ihr Heldenburſchen,“ verſetzte Wilmot. „Wohl, wohl, füllt Eure Gläſer— aber ob das gleich ein luſtiges Leben iſt, ſo lang man's führt, ſo zweifle ich doch, ob's auch mit einem ſo muntern Tode enden wird.“
„Pah, pah, Mann, genießt das Leben, ſo-lang es währt, und nehmt den Tod, wenn er kommt,“ ſagte Blood.„Ei was, Jack! der Heilige und der Sünder kommen Beide auf daſſelbe hinaus— eine Bildſäule in Fleiſch ausgehauen, das iſt Alles.“
„Ich verbürge mich, Ihr habt manche ſolche Na⸗ tur mit Eurem Dolch und Eurer Toledoklinge aus⸗ gemeißelt, Blood,“ rief Duval.„Und, wie mir's vor⸗ kömmt, kann ich gerade jetzt eine von Eurem Mach⸗ werk vor mir ſehen.“
„Was kannſt Du ſehen, Narr?“ fragte der Oberſt und warf einen fürchterlichen Blick im Zimmer umher,


