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iſt ſo lange unſchuldig, bis er überwieſen wird— es wird eines Tages gerichtet werden!“ 4
„Ich habe von Dir mehr ertragen, Duval, als ich mir je einbildete, daß ich von irgend Jemand er⸗ tragen würde,“ rief Blood, indem er langſam die Spitze ſeines Schwertes ſenkte.
„Ja, wahrlich. Ihr könnt mich gebrauchen,“ er⸗ wiederte Duval.„Aber Dank ſei dem Himmel, Ihr habt mich noch nie zu einer Eurer blutigen Thaten verlocken können, ob ich gleich an mehr Schelmenſtücken und Räubereien von Euch Theil genommen habe, als ich je verantworten kann.“
.„Was, wart Ihr nicht mit mir bei der Befreiung des Kapitäns Maſons aus den Händen der Dragoner?“ ſagte der Oberſt mit einem finſtern Lachen.
„Ja, aber es war Mann gegen Mann, in ehrli⸗ chem Gefecht,“ erwiederte Claude.
„Unſinn, Mann! der Wein verdunkelt Euer beſ⸗ ſeres Urtheil,“ ſagte Blood, indem er ſein Schwert einſteckte;„und ſo hatte ich Streit mit dem Weine und nicht mit Claude Duval. Hier iſt meine Hand, Hech, und hebt Euern kalten Stahl für kalte Herzen auf.“
Auf das Zureden der Geſellſchaft verſtand ſich Du-⸗ val mit vielem Widerſtreben dazu, die dargebotene Hand anzunehmen, die ſich durch ihre ungemeine Größe
und einen mißgeſtalteten Daumen auszeichnete. Alle
nahmen hierauf ihre Sitze wieder ein und der Wirth 4.
kam plötzlich wieder unter dem Tiſche hervor, wohin
er ſich geflüchtet hatte. Eine friſche Bowle Punſch wurde gebracht, und Rowley bemühte ſich nicht ohne
Erfolg, die Heiterkeit des Gelages wieder herzuſtellen.
Nach und nach verſchwand jedes Andenken an den ſo
eben ſtattgehabten Streit unter häufigem Zutrinken des
Necktars, und Mervyn ſah mit Erſtaunen, daß, jemehr
ſie betrunken wurden, um ſo mehr aller Groll der Strei⸗
tenden verſchwand, bis ſie zuletzt einander wirklich um⸗.


