Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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ſollte einen langen Löffel haben,“ bemerkte Wilmot lachend.

„Drohe mir nicht, Blood. Ich verachte Dich und Deine Drohungen,“ verſetzte der Cavalier.„Beim Leben, Du haſt mir zahlloſe Lügen geſagt, wie Du in jener Nacht meine Abſicht nicht verſtanden habeſt— gedacht hätteſt, ich ſei an die ſchändliche Gräfin ver⸗ kauft geweſen, wahrhaftig, und ihn aus Mitleid hätteſt befreien wollen! Aber ich ſetzte nie Glauben in Dich, und will meine Gedanken nicht länger zurückhalten! Ich ſage Dir, Blood, trotz aller Unternehmungen, in denen wir Brüder geweſen ſind, Du biſt ein ſchwarzer und gräulicher Mörder!“

„Ihr lügt, Schurke! Ich erſchlug noch Niemand, außer in ehrlichem Gefecht, brüllte der Oberſt, indem er ſeiner ſeither unterdrückten Wuth nachgab.

„Was, lügen! Nimm die Lüge zurück und dieß dazu, Du grauſamer Böſewicht!“ verſetzte Hackum, griff nach einer Flaſche und warf ſie gegen Bloods Kopf, fehlte jedoch, ſo daß ſie von der Wand gegenüber in Scherben herunter fiel. Mit einem wilden Schrei, der dem eines reißenden Thieres glich, ſprang Blood vor, indem ſein Schwert aus der Scheide blitzte und auf das Hackums mit einer Wuth traf, daß die Funken umherflogen. Die ganze Geſellſchaft ſtand in Verwir⸗ rung auf.

„Rocheſter, Buckingham, trennt ſie!“ rief Rowley und faßte Bloods Arm.„Blood, ich befehle Euch, ſteckt Euern Bauchſchlitzer ein⸗— was für beſoffene Händel ſind dieß?— Was tauſend, iſt der Herr einer

von Ormondes Partei?⸗

„„Ich bin keiner von der Faction— ich verab⸗ ſcheue ſie,“ ſagte der Cavalier wild.„Haltet mich nicht, ihr Herren! es iſt ein alter Streit, ſchon viele Jahre her unterdrückt; aber im Wein iſt Wahrheit

und ich ſage Euch, er iſt ein greulicher, ungeheurer Schurke, nicht werth, zu leben.“

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