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haben, ihn zu beſuchen, jetzt, da er in der Klemme ſteckt.¹.
„Sagt ihm, gute Madame, ich müßte ihn augen⸗ blicklich ſprechen, und das allein in Eurem kleinen hintern Schenkſtübchen,“ ſagte Oates, indem er mit der Miene eines mit den Lokalitäten Vertrauten zwi⸗ ſchen einigen dunkeln Fäſſern hindurch in ein kleines, dunkles Zimmer trat;„und ſchickt mir einen Schoppen von Eurem beſten rothen Canarienſekt, nebſt einem ge⸗ röſteten Brode.“
Miſtreß Bradley nickte mit dem Kopfe, und Oa⸗ tes, nachdem er mit ſeinem Gefährten eingetreten, zog die Thüre zu. Unzufrieden und ermüdet von dem hin⸗ gebrachten Tage, ſchlug es Mervyn ab, etwas von dem Trank zu genießen, obgleich Oates ihn mit einem gemeinen Lächeln nöthigte, und ſetzte ſich verdrießlich auf den Fenſterſitz. Er blieb da ſitzen und ſchaute auf einen verdächtig ausſehenden Hof hinunter, bis But⸗ cherlaw, oder, wie der Leſer vielleicht ſchon errathen hat, Oberſt Blood hereintrat.
Die Jahre hatten in der athletiſchen Geſtalt die⸗ ſes Ehrenmannes keine große Veränderung hervorge⸗ bracht, aber eine deſto größere in ſeinem Anzuge, denn er war in ein ſehr abgetragenes und verblichenes Ge⸗ wand, obwohl von urſprünglich reichem Stoffe, ge⸗ kleidet. Sein Geſicht war tief von Wein durchglüht und er hatte ganz das Ausſehen von einem, den man in einem ausgelaſſenen Trinkgelage geſtört hat. Mer⸗ vyn bemerkte, daß er, während er Oates mit erkün⸗ ſtelter Herzlichkeit die Hand drückte, er ſich im Zimmer umſah und daß, als ſich ihre Augen begegneten, er ganz bleifarbig im Geſichte wurde. Er fühlte ſeiner⸗ ſeits einen unbegreiflichen Schauder bei dem bloßen Anblicke des Mannes, ſo daß er ſich abwandte und ſeine unangenehmen Gefühle durch das Zuſchauen eines Fauſtkampfes zwiſchen zwei lumpigen Buben unten in dem Hofe zu zerſtreuen ſuchte.


