Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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„Oberſt Blood's Erſcheinen bringt immer ſeine ganze Entſchuldigung mit ſich— dem Anſcheine nach,“ erwiederte der Graf tief erglühend.„Aber meines Er⸗ achtens iſt es eine etwas überflüſſige Höflichkeit, einen Gefangenen wegen des Eintrittes in ſeinen Kerker um Verzeihung zu bitten, ſintemalen dieſer, weder die Mit⸗ tel noch das Recht hat, ſolch bevollmächtigter Zudring⸗ lichkeit ſich zu widerſetzen.“—„Ich will Euch nicht lange beſchwerlich fallen, aber für die kurze Zeit, da ich dieß nothwendigerweiſe thun muß, will ich Eurer Höflichkeit in ſo weit zuvor kommen, daß ich mich niederſetze,“ ſagte der Oberſt, indem er ſich mit vollkommener Ge⸗ laſſenheit auf einen Stuhl warf und einen Schemel zu ſich herabſtieß, auf welchen er ſeine Beine bequem reuzte.

Claude's erſte Bewegung von Beſtürzung und Neu⸗ „gierde bei der Erſcheinung eines Mannes, der in jeder Gattung verwegener Verbrechen ſo berühmt war, ver⸗ wandelte ſich ſchnell in Entrüſtung über ſeine Unver⸗ ſchämtheit, er war jedoch genöthigt, alle äußeren Zei⸗ chen erſelben zu unterdrücken und ſich auf eine Erwie⸗ derung von des Oberſts wohlüberlegt muſternden Bli⸗ cken zu beſchränken.

Er ſah eine durch ihre ungeheure Stärke des Nackens und der Schultern und das Ebenmaß der Muskeln, durch die ſtierähnliche Gedrungenheit und den eigenthümlich großen Kopf höchſt ausgezeichnete Perſon vor ſich. Was aber hauptſächlich das Auge ergriff und in un⸗ gewiſſer Furcht und Argwohn feſthielt, war ſein Ge⸗ ſicht. Die Züge deſſelben waren, abgeſehen von ihrem Ausdruck, obwohl von vollkommen irländiſcher Bildung, doch nicht unſchön zu nennen; die Lippen hatten, wenn ſie auch dünn und zu weit erſchienen, dennoch einen entſchiedenen Bogen und die Stirne ſprach, ſo nieder ſie auch war, mit ihren dichten überhängenden Augen⸗ braunen, eine rohe Kraft und geiſtige Energie aus, welche die Willensforderungen einer groben und ſinn⸗