ſcheide, als das Schickſal ſelbſt— und Ihr ſeid Euch bewußt, ob Ihr viele Mäßigung von meiner Seite verdient habt. Ich bekenne in der That höchſt feierlich vor Gott und würde es, hielten mich nicht andere Rückſichten ab, auch vor den Menſchen thun, daß ich Euch jederzeit haßte und dieß bis zur letzten Stunde meines Lebens thun werde. Warum wolltet Ihr ein Weib an Euch gefeſſelt halten, das ſchon den Laut Eu⸗ res Namens haßt? Aber ich ſchreibe an Euch aus dem wahrhaftigen Grunde, den Vorſchlag, den ich Euch ſchon früher mehreremale und erſt vor acht Tagen durch meinen Freund Oberſt Blood machte, aufzuneh⸗ men. Und dieſe Bedingung biete ich Euch ſomit noch einmal an, indem ich Euch ernſtlich bitte, beſſer auf Euer Leben und Eure Ehre bedacht zu ſein, als daß Ihr ſie verwerfet.
„Ihr wiſſet wohl,(um nicht unbeſcheiden zu ſpre⸗ chen) daß es in meiner Gewalt ſteht, die Anklage un⸗ ter welcher Ihr in trauriger Haft ſitzt, entweder zu⸗ rückzunehmen, oder dieſelbe bis zu ihren blutigſten Fol⸗ gen durchzuführen. Ihr wiſſet, mit welch leidenſchaft⸗ ANichem Verlangen Mylord Howard und ich ſelbſt durch eine öffentliche Heirath alle Schuld von unſerm Leben zu wälzen wünſchen, damit nicht unſer noch ungebor⸗ nes Kind Grund haben möge, Euren Eigenſinn zu verfluchen; und dieß kann nicht geſchehen, ohne daß auch die Kirche uns Beide ſcheidet, die wir ſchon lange in Herz und Perſon geſchieden waren.
„Auch wißt Ihr, daß Lord Howard nicht reich iſt und daß ich ihm nicht eben ſo viel Armuth als Sor⸗ gen zubringen will; deßhalb ſtelle ich folgende Be⸗ dingungen auf, welche meines Erachtens ſo gerecht und billig ſind, als ſie die Vernunft nur ausdenken kann. Es iſt Euch längſt bekannt, daß ich die Erbin Eures Titels und Eurer reichen Grafſchaft bin, im Fall Ihr keinen geſetzlichen Nachkommen hinterlaſſet, was Ihr auch nicht thun werdet— wenn Ihr mich zwinget


