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dieſe Tapete Geheimes bedeckt? Wahrlich Duval, dieſe
Wände könnten manche grauenvolle Sage offenbaren, wenn ſie Zungen zur Rede hätten. Ich habe ſie be⸗ reits geprüft und ſie gaben mir manche hohle Antwort. Aber das thut nichts. Wenn ſie mich nicht im Schlafe überfallen, ſo werden ſie finden, daß ſie es mit keinem Weibe zu thun haben! Mein guter Claude, es kann nicht in Ihrer Politik liegen, mich als Hochverräther ſterben zu laſſen, denn dann würde das reiche Erbe, auf deſſen Beſitz ſie hoffen, völlig der Krone verfallen ſein; indeſſen bleibt es meinem Verſtande ein Räthſel, weswegen ſie mich in dieſe Irrländiſche Verſchwörung verwickelt, und Blood beſtochen haben, mich in der allgemeinen Anklage mitzunennen.“ 1
„Vielleicht verlaſſen Sie ſich auf ihre Gunſt beim Könige, um die Confiskation zu verhindern,“ ſagte Du⸗ val, begierig die noch furchtbarere Alternative in den
Hintergrund zu ſtellen.
„Es kann ſein und es gibt mir Troſt, dieß zu glauben,“ ſagte der Gefangene, ruhig.„Und nun, hör mich aufmerkſam an, Duval, denn was ich ſage, muß ſich Deinem Gedächtniſſe tief und deutlich einprä⸗ gen. Du warſt ohne Zweifel überraſcht, zu ſehen, zu welcher heißen Eilfertigkeit ich Dich antrieb, als ich Dich nach Wallis ſandte, um mir dieſes Kind zum Be⸗ ſuch in meinen Kerker zu bringen— ich, den einſt deſ⸗ ſen bloße Gegenwart zum Entſetzen brachte, obgleich ich ihn mehr, als meinen Augapfel liebte;— worinn ich dem Armen von einem tollen Hunde Gebiſſenen glich, der zu Tode dürſtet und doch beim Anblick des Waſſers in Verzweiflung geräth. Höre daher aufmerk⸗ ſam auf den Inhalt dieſes Briefes, den ich meine Er⸗ löſung nennen darf, obgleich Du Dich wundern wirſt, wenn ich Dir ſage, daß es ein Brief von einem Weibe iſt, den mir, auf ihr Geheiß, kein willkommenerer Bote, als Oberſt Blood ſelbſt gebracht hat; und dieſen denke ich dem Könige zu zeigen, und kein Menſch ſoll ihn


