Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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als Finſterniß zurückgelaſſen. Ich ſage nicht, daß ich zu ſterben wünſche, denn ich möchte gerne am Leben bleiben, um meinem Sohn zu ſeinem Rang und Na⸗ men zu verhelfen: wenn aber das nicht ſein kann aber noch einmal, ich will dieſen traurigen Gedanken nicht nachgeben. Nun, wie Du ſagſt, es kann noch Alles gut gehen; der König hat in meine ernſtliche Bitten gewilligt und wird mir morgen, hier in meinem Kerker, eine Audienz gewähren, wenn nicht meine Feinde bis dahin das Geheimniß erfahren und es ver⸗ eiteln; was ich jedoch nicht befürchte, da es nur einem einzigen Manne, meinem theuerſten Freunde, anvertraut worden iſt, deſſen dringende Vorſtellungen dem Könige dieſes Verſprechen abzwangen. Du haſt mich vom Oberſt Lydey ſprechen hören ach! und er iſt dieſen Morgen nach Dänemark abgereist!

Aber Mylord, was erwartet Ihr Gutes von

Höre mich an, Claude, unterbrach ihn der Earl, indem er eine Schrift aus ſeinem Wamſe zog, wobei ſeine Augen in plötzlicher Aufregung blitzten.Ich halte hier ein Document in der Hand, welches ſeine Wirkung thun wird, meine Unſchuld in den Augen Sr. Majeſtät darzuthun, und meinen Sohn in alle ſeine Rechte ein⸗ zuſetzen. So leichtſinnig auch der König iſt, ſo iſt er doch jeder Ungerechtigkeit Feind, die er nicht ſelber be⸗ geht. Bleibe ich am Leben, ſo wird dieß jetzt geſchehen, wo nicht, ſo wird mein Sohn aufwachſen, um mich zu rächen!

Aber, mein theurer Lord, es iſt ſicherlich kein Grund vorhanden, um perſönliche Gewalt zu befürch⸗ ten? ſagte Claude, ſchaudernd.

Du weißt nicht, was für Hunde auf meiner Fährte ſind, erwiederte der Gefangene mit einem be⸗ ſorgten Blicke im Zimmer umher.Meine Feinde ha⸗ ben ſich zu tief bei der Sache bloß gegeben und gleich Mördern, dürfen ſie, nachdem einmal der erſte Schlag gethan, mich nicht am Leben laſſen. Wer weiß was

Whitefriars. I. 3