Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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ſtehlen, von wo man die Ausſicht auf die ſüdliche Terraſſe hatte. 8

Zweites Kapitel. Der Staatsgefangene.

Unterdeſſen folgte Duval ſeinem Führer durch eine Reihe von Gängen und düſtern Gemächern in ein ſchmales Zimmer im Erdgeſchoß, wo Edwards ſtille hielt, um auf einige niedere Planken unter einer klei⸗ nen Treppe aufmerkſam zu machen, die ſie hinaufzu⸗ ſteigen im Begriffe ſtunden. Hier, ſagte er, habe man die Gebeine Edward's V. und des jungen Herzogs von York entdeckt, die von ihrem Onkel, Krumbuckel ermor⸗ det wurden. Er fügte hinzu, Lord Aumerle wohne in der obern Zimmerreihe und das Gebäude, in welchem ſie ſich jetzt befänden, heiße der blutige Thurm in Folge der vielen Blutthaten, die darin verübt worden ſeien. Nachdem ſie die enge Treppe hinaufgeſtiegen waren, ſchloß Edwards eine eiſerne Thüre auf, welche mit vielen Riegeln und einer ſtarken Kette geſichert war und ihnen den Eingang in ein dunkles Zimmer öffnete, dürftig ausgeſtattet mit der Ausſicht auf einen darun⸗ ter liegenden Hof. Gegenüber war eine andere Thüre, die etwas offen ſtand, auf welche der Alte zuging und klopfte. Keine Antwort ließ ſich hoͤren, und nach einem Winke zu ſeinen Gefährten, ihm zu folgen, öffnete er ſie und ſchritt kecklich hinein mit der Bemerkung, daß Ceremonien an den Hof, aber nicht in's Gefängniß ge⸗ hörten. Ein ziemlich unerwarteter Anblick, bewog ihn jedoch, ſtille zu halten und leiſer zu ſprechen.