Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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den Gruß mit einem Blick des

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gingen; in der Mitte ſtund eine Tafel mit vielem Ge⸗ pränge und einem Ueberfluß von Lebensmitteln gedeckt.

An dieſer ſaßen drei Perſonen. Der eine, ein ernſter.

Mann, von mittlerem Alter, deſſen Haare in eiſen⸗ grauen Maſſen auf die Schultern herabfiel, war offen⸗

ar der Statthalter, denn hinter ſeinem Stuhle ſtund ein Schließer mit einem ungeheuren Schlüſſelbund. Der nächſte war augenſcheinlich ſein Gaſt; ein großer gut gebauter Mann mit einem breiten Geſicht, das in ei⸗ ner duftenden Perrücke halb begraben lag und plumpe

ges Lächeln und ſeine Augen, obſchon etwas ſchwach, ewegten ſich gleichwohl lebhaft. Er war nach der Mode jener Zeit auf's Reichſte gekleidet, mit Sammt,

Spitzen und Goldſtickereien herausgeputzt; an ſeinen

ſchweren weißen Händen ſtrahlte eine Menge funkeln⸗ der Ringe. Die dritte Perſon an der Tafel war eine Dame, die ihren Mai bereits auf dem Rücken, aber noch die Ueberbleibſel großer Schönheit aufzuweiſen

ſie Züge von einem wollüſtigen Charakter und ein Auge,

deſſen Ausdruck weder durch ihre vorgerückten Jahre

noch durch ihre Stellung ſehr in Schranken gebalten zu werden ſchien.

Die zwei letztern Perſonen ſahen unſern Fremden

mit einiger Neugierde an⸗ und Sir John erwiederte

es Erſtaunens und einem

Kopfnicken.

Sagt mir, Herr, was für ein preſſantes Geſchäft habt Ihr bei uns, daß Ihr nicht warten konntet, bis wir unſere Erdbeeren gegeſſen hatten? fragte der Lord⸗ Lieutenant, den Eingetretenen ſcharf ins Aug faſſend. Ein Geſicht mit leichten Merkmalen der Pocken, aus⸗ gezeichnet durch einen Ausdruck entſchiedener Entſchloſ⸗

Züge ſehen ließ. Auf ſeinen Lippen ſchwebte ein ewi⸗ 9

hatte, die ſie auch möglichſt bemüht geweſen war durch alle Hülfsmittel der Toilette wieder zu beleben; mit Schminke, Schönheitspfläſterchen, Juwelen und Sticke⸗ reien hatte ſie ſich reichlich geſchmückt. Ueberdies hatte