Teil eines Werkes 
4. Band (1852) Feine Welt : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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vor ihm ſtehende Uhr zu werfen. Der Zeiger be⸗ wegte ſich mit gewohnter Ruhe, einförmig klang der Pendelſchlag und dennoch ſchienen beide ſich mit beflügelter Geſchwindigkeit zu bewegen.

Der Baron zog noch einmal die That, welche er vorhatte, in Erwägung. Er war mit ſeinem Witze zu Ende, alle ſeine Hülfsmittel dünkten ihm erſchöpft. Sein Körper war vollſtändig entnervt und ruinirt. Ein langes Siechthum, vor dem ihm ekelte, ſtand ihm bevor. Sein Arzt hatte ihn ſo ſchonend als möglich darauf vorbereitet. Noch beſſer als der Doktor kannte er ſelbſt den heim⸗ lichen Feind, der an ſeinem Leben zehrte. Das Daſein hatte keinen Werth mehr für ihn und den⸗ noch zagte er noch immer vor der dunklen Pforte, ar welche anzuklopfen er im Begriffe war. Zu⸗ weilen überlief ihn ein kalter Schauer, wenn er nach der Uhr, die ſich raſtlos fortbewegte, oder nach der blanken Waffe ſchaute, welche ihm mit geſpenſtiſcher Mündung die Schrecken der Vernich⸗ tung predigte. Die zäͤhe Energie, welche ihm eigen war, wehrte ſich aufbäumend gegen den Tod. Noch hoffte er.