Teil eines Werkes 
4. Band (1852) Feine Welt : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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Kein Wort! drohte Eugen. Du ſtehſt, daß du dich in meiner Gewalt befindeſt. Ein Wink von mir und ich übergebe dich der Po⸗ lizei, welche deine Spuren verfolgt.

Ol ich habe nicht die Polizei zu fürchten, höhnte der Chevalier, aber der Vatermörder mag ſich vor ihr in Acht nehmen. Du ſiehſt, daß ich dich in meiner Gewalt habe.

Jetzt nicht mehr. Nimm dies Blatt und lies!

Eugen reichte dem zitternden Betrüger die Zei⸗ tung hin, welche erſt vor Kurzem eine ſo heftige Bewegung in ihm hervorgerufen hatte. Das Blatt enthielt das Geſtändniß eines gefangenen Wildſchüz⸗ zen. Derſelbe hatte auf dem Todtenbette bekannt, daß er aus Rache ſeinem Gutsherrn nach dem Le⸗ ben getrachtet. Der unglückliche Sohn war nach einem Zerwürfniſſe mit ſeinem Vater noch vor jener That entflohen. So mußte ihn natürlich der Verdacht zunächſt treffen. Er wurde ſteckbrief⸗ lich verfolgt und dies war der Grund, warum er jahrelang in fremden Welttheilen Herumgeittt. Da die Kugel ſeinen Vater aus einem Hinterhalt getrof⸗ fen, ſo hatte dieſer auch die allgemeine Meinung