getheilt und deshalb den Sohn für immer enterbt. Jetzt erſt ſtand Eugen gerechtfertigt in den Augen der Welt, aber leider war es ihm nicht mehr ver⸗ gönnt, ſich mit ſeinem Vater auszuſöhnen. Er hatte die Verirrungen ſeiner Jugend ſchwer gebüßt. Die Buchſtaben des Zeitungsblattes ſchwankten vor den Augen des falſchen Chevaliers. Leſur, wie der Betrüger eigentlich hieß, vermochte ſich nicht länger aufrecht zu erhalten. Er war auf einen Stuhl zuſammengebrochen hingeſunken und bedeckte mit beiden Händen ſein Geſicht. Die frühere Frech⸗ heit hatte ihn jetzt ganz verlaſſen. Eugen fühlte eine Art von Mitleid mit dem entlarvten Abeuteurer.
— Du ſtehſt,— ſagte er,— daß nichts mich länger zurückhalten kann, öffentlich gegen dich auf⸗
zutreten. Gieb mir meine Papiere zurück, die du⸗
mir in Paris geſtohlen haſt.—
— Ich ſchwöre Ihnen zu, daß dieſelben bei dem Gerichte deponirt ſind,— flehte der Chevalier.
— Und zu welchem Zwecke?—
— Ich habe einen Prozeß gegen Ihren Kou⸗ ſin Oskar von Birkeneck auf Herausgabe der Güter angeſtellt.—


