den uns vielleicht anfänglich bemitleiden, ſpäter ver⸗ meiden.—
— In Gottes Namen, wir werden uns um ſo mehr lieben und die Treuloſen vergeſſen.—
— Den Bällen und Feſten, auf denen du ſo gern verweilteſt, werden wir entſagen müſſen.—
— Auch damit werde ich zufrieden ſein. Ich liebe nicht die rauſchenden Vergnügungen.—
— Aber auch das Nöthige müſſen wir uns dann oft verſagen.—
— Ich will Alles tragen, was du mir auf⸗ erlegſt. Oskar! du kennſt mich nicht. Mein Sinn iſt nicht auf das Glänzende gerichtet. Ich kann die Welt mit Freuden aufgeben, in welcher wir bis jetzt gelebt. Ach! die glücklichſte Zeit meines Lebens waren ja die letzten vier Wochen, welche wir in ſtiller Abgeſchiedenheit, fern von der Geſellſchaft im Förſterhauſe zugebracht. Dort lernte ich ein Glück kennen, das ich ſtets bisher vermißt. Solch ein Plätzchen wäre mir das Liebſte auf der Welt. Dort möchte ich mit dir ewig leben und keinen andern Wunſch haben. Hier komme ich mir immer fremd und gezwungen vor, draußen im Walde ſchien mir Alles ſo bekannt, die Blumen, die Bäume, die treuen


