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Sohn herrſchte eine Feindſchaft, die früher oder ſpäter eine furchtbare Kataſtrophe herbeiführen mußte. Eines Tages fand man den Grafen halbentſeelt in dem benachbarten Walde ausgeſtreckt, der zu ſeinem Gute gehörte. Er lag in ſeinem Blute ſchwimmend, eine Kugel hatte ſeine Bruſt durchbohrt. Der Sohn war verſchwunden und auf ihm laſtete der Verdacht der gräßlichen That, da zwiſchen ihm und dem Va⸗ ter am Morgen ein lauter Streit ſtattgefunden hatte, den der Kammerdiener des Grafen mit angehört ha⸗ ben wollte. Der Verwundete genas zwar unter der ſorgfältigen Pflege ſeiner Aerzte, aber ein Bruſt⸗ fehler blieb ihm zurück, der vor der Zeit ſeinem Leben ein Ende machte. Er ſtarb wenige Jahre nach dieſem Ereigniſſe; von ſeiner Gattin hatte er ſich ſchon lange vorher zurückgezogen. In ſeinem Teſtamente war derſelben ein anſtändiger Jahrge⸗ halt ausgeſetzt, der verſchollene Sohn enterbt, und die ganze reiche Hinterlaſſenſchaft fiel einem ent⸗ fernteren Seitenverwandten zu.—
Der Fürſt hatte mit Spannung der Erzäh⸗ lung zugehört, welche, trotz ſeiner weltmänniſchen Anſichten, die er im Punkte der Liebe und ehelichen Treue hegte, ihn tief erſchütterte. Er war leicht
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