Teil eines Werkes 
4. Band (1852) Feine Welt : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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zweiten verdrängt, dieſe von einer dritten und ſo fort.

Und was war mit Ihrem jungen Pater? fragte der Fürſt, der die Schwäche ſeines Freun⸗ des kannte und an derſelben ſich zu ergötzen pflegte.

Dieſer hatte ſo eben den Beichtſtuhl ver⸗ laſſen, erzählte der Baron, um ſich in eine zahlreiche Geſellſchaft zu begeben, welche zu Ehren ſeiner Permiz gegeben wurde. Neugierig fragte man ihn, welcher Art ſeine erſte Beichte geweſen ſei. Der Pater ſchützte das ſtrenge Gelübde der Verſchwiegenheit vor, das er abgelegt hatte.Sie brauchen ja keinen Namen zu nennen, ſchmei⸗ chelte die Frau vom Hauſe,nur das Vergehen wollten wir gar zu gern wiſſen, das Ihnen zuerſt mitgetheilt worden iſt. Der junge Geiſtliche war gegen die Bitte aus ſo ſchönem Munde nicht un⸗ empfindlich.Wohlan! ſagte er mit einem viel⸗ ſagenden Lächeln,mein erſtes Beichtkind war eine Frau, welche ſich des Ehebruchs angeklagt hat. In demſelben Augenblick trat eine liebenswürdige Dame in das Zimmer, welche natürlich nicht das eben ſtattgefundene Geſpräch mit angehört haben konnte. Sie beeilte ſich, dem Pater ihren Glück⸗