ihn ſorgen. Ich will gut machen, was ich an ihm und dir verſchuldete. Rebekka, verzeihe mir.—
Sie neigte ſich zu dem armen Brnder nieder und küßte ihn auf die kalten, bleichen Lippen.
Noch einmal flammte ſein brechendes Auge empor und ſchaute mit einem rührenden Abſchieds⸗ blick in das ihrige.
— Augen, ihre Augen,— hauſchte der Kranke. — Schweſter! Mutter!—
Ein Lächeln ſchwebte über ſeine eingefallenen Wangen, ein letztes Zucken und er war nicht mehr.
Die Leiche wurde auf den Fußboden hingelegt und ein ſchwarzes Tuch darüber ausgebreitet, das Waſſer im ganzen Hauſe ausgegoſſen, damit kein Tropfen von dem feuchten Schwerdt des Todesen⸗ gels in daſſelbe fallen möchte. Zu den Fuͤßen des Todten hatte ſich Samuel in wildem Schmerze hin⸗ geworfen, zu Häupten deſſelben kniete Madame Märtens und ihr Sohn, und Lazarus betete für den Geſchiedenen.


