Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
Einzelbild herunterladen

233

der geohrfeigte Firer, der keinen Pfennig bei dem Bankerott verlieren konnte.

Und die arme Frau, wie hat er die be⸗ handelt, ſagte ein dicker Herr, der häufig den Diners des Flüchtlings beigewohnt hatte. Ja, die arme Frau und die unſchuldigen Kinder dauern mich..

Dabei ſeufzte der dicke Herr, und die Umſte⸗ henden ſeufzten mit und bedauerten die arme Frau und die unſchuldigen Kinder, für die ſie entſchloſ⸗ ſen waren, auch nicht einen Heller hinzugeben.

Der alte Lazarus aber ſchüttelte den Kopf und ſagte ſtill für ſich:

O Welt! wie erbärmlich und gemein biſt du. Wie eine Metze ſchmeichelſt du uns, ſo lang' das Geld in unſerem Beutel klingt und wendeſt dich ab, wenn die Börſe leer geworden iſt.

Mit dieſen Worten entfernte ſich der Makler von dem Schauſpiel, das ihn anwiderte. Er wollte ſich nach Hauſe begeben, um zu ſehn, was Adolph Märtens machte, der durch die Flucht ſei⸗ nes Prinzipals für den Augenblick brodlos gewor⸗ den war. Schon von Weitem erblickte er Samuel Roſenberg, der auf ihn zugeeilt kam. Er wollte