Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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bar geworden. All' ſeine guten Freunde und Be⸗ kannten waren da mit einem Male verſchwunden und hatten ſich in eine wüthende Meute verwan⸗ delt, die unbarmherzig über den Ruf und den Namen des Unglücklichen herfiel. Da gab es kein Verbrechen und kein Laſter, das er nicht geübt, keine Schandthat, welche ihm nicht zugeſchrieben wurde. Der liebe, gute, großherzige Herr Werth hatte ſich über Nacht in ein hochmüthiges, kalt⸗ herziges und abſcheuliches Ungethüm verwandelt. Verborgene Geſchichten, welche längſt vergeſſen waren, wurden wieder hervorgeſucht und neue dazu erfunden.

Er iſt ſtets ein Verſchwender geweſen, bemerkte ein Jugendfreund von ihm, ſchon als Knabe hat er ſeinem Vater Geld entwendet.

Und die Frauenzimmer, was haben die ihm gekoſtet! ſchrie ein Anderer mit einem wahren Faungeſicht. Ja, die Spiegelthal war nicht die erſte, die er ausgehalten hat.

Er hat immer einen ganzen Harem ge⸗ habt, rief ein Dritter dazwiſchen.

Der Lump! für unſer Geld, ſchimpfte