Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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len Sie, das dürfen Sie nicht läugnen. Die Verzweiflung hat mich zum Aeußerſten gebracht. Ich muß fliehen, heute noch. Wohlan, folgen Sie mir. Ich beſitze noch eine hinreichende Summe, um in England ein blühendes Geſchäft zu begrün⸗ den und ein neues Leben zu beginnen. Folgen Sie mir. Ich werde Ihr zweiter Vater ſein. Ich laſſe meine Familie bald nachkommen. Der Preis Ihrer Verſchwiegenheit Ihrer Hülfe ſei dann die Hand meiner Tochter. O! erröthen Sie nicht, denn ich weiß, daß Sie dieſelbe lieben.

Dieſe Worte waren haſtig, wie im Fieber⸗ traum geſprochen. Herr Werth hatte Adolphs Hände krampfhaft umfaßt, und ließ dieſelben nicht wieder los. Der junge Buchhalter ſtand erſchüt⸗ tert. Der Verſucher trat in lockender Geſtalt zu ihm heran, doch Adolph wankte keinen Augenblick, Mitleid und Ekel hatten ihn zugleich erfaßt. Er wandte ſich von dem Unglücklichen ab, der zum zweiten Mal bereit war, ſein Kind dem Egoismus aufzuopfern.

Hören Sie mich an, Herr Werth, ent⸗ gegnete Adolph tief bewegt. Ich läugne nicht,