Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
Einzelbild herunterladen

daß ich Ihre Tochter geliebt, daß ich ſie in die⸗ ſem Augenblick noch liebe.

Sie folgen mir, unterbrach ihn heftig der Bankier, der ſich an dieſen letzten Rettungs⸗ anker klammerte.

Nimmermehr! rief Adolph mit eher⸗ ner Feſtigkeit und wenn Sie meinem Rathe folgen, ſo bleiben auch Sie. Wir wollen Inventur aufnehmen, unſere Aktiva und Paſſiva unterſuchen. Vielleicht iſt es Ihnen möglich, mit Ihren Gläu⸗ bigern einen Vergleich zu treffen. Sie beſitzen Freunde, Anverwandte, die Sie nicht fallen laſſen werden.

Der Bankier lächelte bei dieſen Worten plötz⸗ lich bitter auf, aber Adolph ließ ſich nicht ab⸗ ſchrecken, er ſprach ſo warm und innig, ſo klar und überzeugend, daß Herr Werth endlich nachzu⸗ geben ſchien.

Sie haben Recht, ſagte er nach eini⸗ gem Beſinnen, ich will es noch einmal ver⸗ ſuchen und die ehrenwerthe Firma meines Hauſes zu erhalten ſtreben. Was ich geſprochen, bleibt natürlich unter uns. Sie geloben mir auf Ehren⸗