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Schreibpult des ſeeligen Herrn niederlegte,— ich habe eine Entdeckung gemacht, welche ich Ihnen nicht länger vorenthalten darf. Unſer Buch iſt gefälſcht.—
— Herr! was unterſtehen Sie ſich?— fuhr der Bankier empor im Gefuhle ſeiner Schuld.
— Das Buch iſt gefälſcht,— wiederholte der Buchhalter und ſah ſeinen Prinzipal mit den klaren durchdringenden Augen an. Herr Werth konnte dieſen Blick nicht ertragen, er verfärbte ſich und ſtarrte auf den dunklen Boden.
— Ein Irrthum, ein Fehler, der ſich viel⸗ leicht mit der Zeit eingeſchlichen hat und bisher überſehen worden iſt,— ſtammelte der Bankier.
— Wäre es nur ein Irrthum geweſen,— entgegnete Adolph im traurigſten Tone,— ſo hätte ihn mein Vorgänger, der ſeelige Berger, längſt entdeckt. Er war ein guter Rechenmeiſter und ein redlicher Mann.—
— Herr!— brauſte der Bankier von Neuem auf.
— Ich muß Sie um Ihretwillen bitten, mich ruhig anzuhören,— ſagte der junge Buchhalter, indem er auf das daneben liegende Komptoir deu⸗ tete, wo noch einige Kommis beſchäftigt waren.


