Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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Sparſamkeit konnten ihn noch immer herausreißen Das alte Geräth erzählte ihm eine rührende Ge⸗ ſchichte von einem braven Mann, der Tag und Nacht ſich angeſtrengt hatte, um ſich eine ehren⸗ werthe Stellung zu verſchaffen und den Seinigen ein anſehnliches Vermögen und einen reinen Namen zu hinterlaſſen, den der Bankier freventlich zu be⸗ ſchimpfen gedachte.

Noch war nicht Alles verloren. Er beſaß wohlhabende Anverwandte, viele Freunde. Der Bankerott, welcher vor der Thür ſtand, ließ ſich noch immer abwenden.

Herr Werth zauderte und war im Begriff, die aus der Kaſſe entnommene Summe, welche ihm zur Flucht behülflich ſein ſollte, in dieſelbe wieder zurückzulegen. In dieſem verhängnißvollen Augenblick trat Adolph Märtens an ihn heran mit ernſter trauriger Miene. Der junge Buchhal⸗ ter hielt das ſchwere Hauptbuch in den Händen und ſeine Arme zitterten.

Was giebt es? fragte der Bankier, von einer plötzlichen Ahnung ergriffen.

Verzeihen Sie, ſagte Adolph mit klangloſer Stimme, indem er ſeine Laſt auf das Ring, Stadtgeſchichten. III. 15