Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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hat ſo was man romantiſche Ideen nennt, gegen welche die Ehe das beſte Gegenmittel iſt.

Der Bankier war von dieſer Nachricht augen⸗ ſcheinlich überraſcht. Er hatte nie daran gedacht, daß der arme Adolph die Augen zu der Tochter ſeines Prinzipals erheben könnte. Die Glorie, welche die reine Stirn ſeines Kindes bisher umgab, begann in ſeiner Seele zu verblaſſen. Er ſchau⸗ derte nicht mehr vor dem Gedanken, die unſchulds⸗ volle Anna an der Seite des laſterhaften Barons zu ſehn. Jetzt war es ſogar ſeine Pflicht, das Mädchen, welches hinter ſeinem Rücken einen Lie⸗ beshandel angeknüpft, vor jeder ferneren Thorheit zu bewahren. Er hatte nach einem Vorwand ge⸗ ſucht, um ſeinen nackten Egoismus vor ſich ſelber zu verhüllen, der war nun gefunden. Der Vater und Geſchäftsmann hatten einen Einigungspunkt getroffen, und beide verbanden ſich gemeinſchaft⸗ lich, um die Tochter aufzuopfern.

Herr Werth verſprach mit Anna und ſeiner Frau Rückſprache zu nehmen, nachdem er den Ba⸗ ron als Schwiegerſohn in spe nochmals umarmt hatte.

Welche Mittel er angewendet hatte, um die

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