Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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Freundſchaft hervorgerufen, die durch manche Um⸗ ſtände und Verhältniſſe täglich zunehmen mußte. Auf der einen Seite war es dem Baron angenehm, einen zuverläſſigen Mann gefunden zu haben, dem er ſein Vermögen anvertrauen konnte. Die Spe⸗ kulationen, zu denen ihm ſein Freund rieth, waren meiſt von einem glücklichen Erfolg gekrönt und die anſehnlichen Summen welche er pünktlich aus⸗ gezahlt erhielt, galten ihm als handgreifliche Un⸗ terpfänder von der Uneigennützigkeit und Solidität ſeines Bankiers. Dieſem dagegen war die Freund⸗ ſchaft und der Umgang mit dem Baron äußerſt ſchmeichelhaft und angenehm. Portheim gehörte, vermöge ſeiner Geburt und ſeiner Verbindungen einer Klaſſe an, nach deren Bekanntſchaft der ehr⸗ geizige Bankier beſonders lüſtern war, obgleich er im Allgemeinen über diejenigen ſpottete, welche ſich nach dem Umgange mit dem Adel der Reſidenz drängten. Er betrachtete den Baron demnach als den Schlüſſel, der ihm die bisher verſchloſſenen Pforten der erkluſiven Kreiſe öffnen ſollte; auch konnte Portheim eine treffliche Staffage in ſeinem eigenen Salon abgeben, den der Bankier nach dem Beiſpiele ſo vieler Anderer in der Reſidenz für